Verhaltenstherapie

Verhaltenstherapie ist ein wissenschaftlich fundiertes Verfahren, das sich historisch aus der Lerntheorie entwickelt hat. Grundannahme der Verhaltenstherapie – wobei seit der kognitiven Wende der 1970er-Jahre unter Verhalten auch Gedanken und Gefühle verstanden werden – im Verlauf der Lebensgeschichte erlernt wird und deswegen auch wieder verlernt werden kann. In der Verhaltenstherapie entwickelt der Therapeut gemeinsam mit dem Patienten/ der Patientin vor dem Hintergrund von dessen/ deren Lerngeschichte zuerst ein Störungsmodell. Wichtig ist auch die gemeinsame Einigung auf Therapieziele bevor aus dem Störungsmodell ein Behandlungsplan abgeleitet werden kann. Transparenz - d.h. ein für den Patienen/ die Patientin nachvollziehbares Vorgehen in der Therapie und "Hilfe zur Selbsthilfe" sind weitere wichtige Prinzipien der Verhaltenstherapie.

Sprechstunde und 
Akutbehandlung

In der Psychotherapie-Richtlinie ist festgelegt, dass Patientinnen und Patienten vor Beginn einer psychotherapeutischen Behandlung die psychotherapeutische Sprechstunde nutzen. 

Die Akutbehandlung dient der Verbesserung durch Behandlung in akuten psychischen Krisen.

Probatorische Sitzungen
 

Die 2-6 probatorischen Sitzungen vor Beginn einer psychotherapeutischen Behandlung in Form einer Kurz- oder Langzeittherapie dienen dem Kennenlernen und der genaueren Diagnostik.

Kurz- und 
Langzeittherapie

Kurzzeittherapien (Verhaltenstherapie) umfassen bis zu 24 Therapieeinheiten Die Beantragung erfolgt in zwei Schritten. 

Langzeittherapien (Verhaltenstherapie) umfassen bis zu 140 Therapieeinheiten. Auch hier erfolgt die Beantragung in Schritten. Der erste Bewilligungsschritt in der Langzeittherapie ist antrags- und gutachtenpflichtig. Ob der zweite Bewilligungsschritt gutachterpflichtig ist, liegt im Ermessen der Krankenkassen.

Behandlungsangebot

Ich begleite Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter anderem bei: 

  • Ängsten und Sorgen wie z.B. Trennungsängsten, Ängsten vor Tieren, Tätigkeiten oder Situationen,  sozialen Ängsten, Leistungsängsten oder Panik
  • Einnässen und Einkoten
  • sozialen Problemen z.B. aggressivem und/oder regelverletzendem Verhalten
  • Schulproblemem z.B. Lernproblemen vor dem Hintergrund von Konzentrationsproblemen, Über- oder Unterforderung sowie Teilleistungsstörungen - Schulvermeidung, Mobbing
  • Schmerzen z.B. Bauchschmerzen, Kopfschmerzen ohne körperliche Ursache 
  • Depressiven Verstimmungen z.B. anhaltender Traurigkeit, Energielosigkeit, Selbstabwertung
  • Stimmungsschwankungen und Anspannung
  • selbstverletzendem Verhalten
  • Suizidgedanken oder nach suizidalen Handlungen
  • Körperschemastörungen
  • Essstörungen
  • Schlafstörungen
  • Tics
  • Verhaltenssüchten z.B. Medien oder Substanzmissbrauch
  • Zwangsgedanken und Zwangshandlungen z.B. Waschzwang, Kontrollzwang, Ordnung- oder Zählzwang
  • der Bewältigung chronischer körperlicher Erkrankungen z.B. Asthma bronchiale, atopischer Dermatitis, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Diabetes Mellitus, Epilepsie
  • Zwangshandlungen und Zwangsgedanken z.B. Waschzwang, Kontrollzwang u.a. 
  • Belastungsstörungen nach auslösenden Situationen z.B. Unfall, Gewalterfahrungen, Naturkatastrophen u.ä.
  • frühkindliche Regulationsstörungen z.B. exzessives Schreien, Schlaf- oder Fütterstörungen
  • sozial-emotionalen Problemen vor dem Hintergrund familiärer Belastungen z.B. Trennung/Scheidung, In-Obhutnahme, Adoption, Pflegestatus
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